Karateprüfung in Steinbach

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Shotokan Karate Dojo Steinbach informiert

 

Karateprüfung in Steinbach

 


Nach über einem halben Jahr fanden in der Mehrzweckhalle zu Steinbach wieder Gürtelprüfungen statt. Die Sportler, die die Anforderungen für eine Prüfung erfüllten, wurden zu dieser Prüfung eingeladen. Von der Farbpalette war fast alles vertreten, von weißem Gürtel bis blaue Gürtel. Die Farbe braun wird wohl wieder im Herbst an der Reihe sein. In diesem Jahr haben sich die Trainer 4 Wochen lang ihre Leute angesehen und erst kurz vor dem Termin entschieden, wer alles eine Chance hat die Prüfung zu bestehen. Kurios war es auch in diesem Jahr, dass nach Bekanntgabe des Termins, plötzlich wieder viele Leute die Zeit fanden ins Training zu kommen. Dabei ist doch ein Kriterium für die Prüfung, die regelmäßige Teilnahme am Training und die Zustimmung der Trainer, hmmm…. hat man vielleicht wieder vergessen. Dennoch trafen sich am Dienstag, dem 8. Juni genau 16 Sportler um ihr Können prüfen zu lassen. Die beiden Prüfer Ulla Hans und Bernd Busch schauten sich die Prüflinge genau an und urteilten dann. Alles bestanden, wie immer. Dies ist jedoch nicht verwunderlich, denn die Prüfungen, so die Philosophie der Trainer und Prüfer findet über das ganze Jahr hin statt und sie kennen so die Fertigkeiten ihrer Leute. Natürlich gibt es nicht die perfekte Prüfung, daran sind auch die Nerven schuld, aber auch die Tagesverfassung und andere Faktoren. Da man im Training immer die Gelegenheit hat seine Fähigkeiten zu beweisen, ist die Prüfung dann noch der Abschluss einer Entwicklungsstufe. Und genau darauf kommt es an. Eine Entwicklung muss für die Trainer und Prüfer erkennbar sein. Zu den körperlichen Möglichkeiten ist die persönliche Entwicklung sehr wichtig. Wer nicht motiviert und bereit ist, das zu geben was er kann und die Grenzen seiner Möglichkeiten nicht einmal kratzt, sollte sich besser noch nicht Gedanken über eine Prüfung machen.  Zudem muss das Prüfungsprogramm umgesetzt werden können. Dies besteht aus drei Teilen, die Grundschule, d.h. zeigen, dass man die Grundschultechniken richtig ausführen kann und verstanden hat, das Kumite, mit einem Partner demonstrieren, wie die Techniken anzuwenden sind, in der Abwehr sowie im Angriff. Zum Abschluss wird eine Kata, entsprechend der Grütelfarbe verlangt. Dies ist die Abfolge von vielen Techniken in verschiedenen Richtungen mit einem genauen Timing und Intensität. Passt das „Gesamtpaket“, werden die Prüfer positiv entscheiden. Also im Fazit für eine Prüfung im Dojo Steinbach ist folgendes notwendig: 1. Regelmäßiges Training, dies ist auch bei nur einen Trainingsbesuch die Woche gegeben. 2. Kennen und Können der Techniken für den angestrebten Gürtel, wir lernen ja auch erst Auto fahren und machen dann die Führerscheinprüfung. 3. Kennen und Können der geforderten Kata zu dem angestrebten Gürtel, dies ist vergleichbar mit Fahrfertigkeiten im Straßenverkehr an Ampeln, Vorfahrtsstraßen und der Gleichen. Da sollte man wissen was man macht. Letztendlich ist das persönliche Verhalten im Dojo für uns auch wichtig. Gürtelhasserei, Unsportlichkeit, Respektlosigkeit sind nicht nur Worte, sondern Dinge, auf die die Trainer Wert legen. Natürlich ist jeder nächste Gurt anzustreben und als Ziel zu sehen, aber nicht um jeden Preis, denn „ Nichts wird mehr überschätzt, als JEDER sind selbst…“. Unsportlichkeit beginnt schon beim Training mit „Schwächeren“ und zwar wenn ich ihn spüren lassen will, dass ich ihm „überlegen“ bin und endet mit absichtlicher Unsportlichkeit, kommt bei uns jedoch nicht vor. Ein großes Thema ist der Respekt. Karate beginnt mit Respekt, schon beim Betreten der Halle, die Verneigung, und endet auch mit Respekt, beim Verlassen der Halle. Dies sind Lerninhalte und gehören zur persönlichen Entwicklung eines jeden. RESPEKT sollte jeder großschreiben, in dicken Lettern, denn was man immer öfter sieht und erlebt hat damit wenig zu tun. RESPEKT differenziert nicht nach Alter, Mann oder Frau, Weiß- oder Schwarzgurt, Trainer oder Prüfer, NEIN, Respekt hat man oder nicht. Äußerungen, Verhalten, Gesten sind Indizien für RESPEKT oder Respektlosigkeit. So wird auch bei großen Turnieren die „heroisch übertriebene Freude“ über den unterlegenen Gegner demonstriert, dies hat nach meinem Verständnis mit Respekt wenig zu tun. All dies sind Themen, die man bei dem Sport, so wie wir ihn verstehen sollten und ich ihn seit über 30 Jahren kenne, beachten und daran arbeiten soll. Karate lebt von positiven Vorbildern und das ist das Ziel, das anstrebsamer ist als jeder Gürtel der nur die Jacke zu hält.
Genug philosophiert, die Sportler, die diese Prüfung nun bestanden, haben ein weiteres Ziel erreicht und neue Ziele vor Augen. Der Anspruch wird höher und vielleicht auch anders. Alle sind nun weiterhin Vorbilder auf einem anderen Niveau.


Geprüft und bestanden haben:
Annika Flick, 8.Kyu; Joshua Grund, 8.Kyu; Krisztina Woll, 8.Kyu; Leon Bolley, 8,Kyu; Annika Tscheu, 7.Kyu; Klaus Diehl, 7.Kyu; Ingrid Müller, 6.Kyu; Lukas Schank, 6. Kyu; Andreas Woll, 5. Kyu; Yannek Tscheu, 5. Kyu; Jacqueline Nätzer, 5.Kyu; Jan Henning, 5.Kyu; Patrik Reimsbach, 5.Kyu; Phillip Müller, 4.Kyu; Peter Kuhrt, 4.Kyu und Claudia Henning, 4.Kyu

Herzlichen Glückwunsch
Bernd Busch, Prüfer
www.karatedojo-steinbach.de