Kaiten-Karate-Cup Saarwellingen 2019

Kategorie: Sportbetrieb

 

Ein älteres Ehepaar schaute immer wieder verblüfft, wenn Kinderkehlen dynamisch einen „Kiai“ ausstießen. Der Kampfschrei gehört zum Karate, wie die bunten Gürtel, die weiße Kampfanzüge zusammenhalten. Und der „Kiai“ war an diesem Tag, anlässlich des 11. Kaiten-Karate-Cup, sehr oft in der Saarwellinger Sporthalle zu hören. Dort hatten sich 250 Karateka aus 24 Vereinen eingefunden, um in 40 Wettbewerben ihr Bestes zu geben. Die Meldelisten spiegelten den hohen Stellenwert der Veranstaltung wieder, die Teilnehmer reisten aus Luxembourg und der gesamten Bundesrepublik an. „Es ist eine Mammutaufgabe, die wir hier bewältigen“, resümiert Tilo Becker, 1. Vorsitzender des Ausrichters Shotokan-Karate Saarwellingen e.v., „durch die vielen Ehrenamtlichen gelingt es uns aber jedes Jahr, diese erfolgreich zu meistern.“. Begeisterung kam bei dem älteren Ehepaar indes auf, als sich die drei jüngsten Teilnehmer des Turnieres für die Kata, den Kampf gegen einen imaginären Gegner, aufstellten. Grace Hendra (5 Jahre), Melina Liebrecht (6 Jahre) und Tamina Hauter (7 Jahre) – alle Budokan Kaiserslautern – zeigten eine fehlerfreie Kata und wurden am Ende mit dem donnernden Applaus der zahlreichen Zuschauer und dem 1. Platz belohnt. Auch für den Ausrichter lief es in Sachen Medaillenausbeute fehlerfrei: Amelie Dieli, Patrick Haak, Chayenne Paulus und Benedikt Backes (jeweils Platz 1), Benjamin Ruhmann, Jumana Aljabri, Moritz Weirich, Celine Becker, Ilyas Köktas, Kimberly Folz, Helena Botta, Maja Woll, Dorina Insalaco und das Kata Team 2 Ü45 (jeweils Platz 2), das Kata Team 1 Ü45, John Lica Becker, Angelika Heemann, Kimberly Folz, Mia Theobald und Valentin Rupp (jeweils Platz 3) sicherten dem Shotokan-Karate Saarwellingen e.V. am Ende den vierten Platz im Medaillenspiegel. Platz 1 ging hier an Budokan Kaiserslautern, vor dem TV Holz (Abt. Karate) und dem TV St. Wendel (Abt. Karate) auf Rang 3. Das ältere Ehepaar hatte sich, nach der Kata-Vorführung des ältesten Teilnehmers, Hans Bardua (65 Jahre, Budokan Kaiserslautern), nach den Trainingszeiten in Saarwellingen erkundigt – wie der Kiai klingt, wissen sie ja schon.

 

JCB / Foto: Brummer